Hirnschlag
Vor ein paar Tagen schrieb mich Kristina an. Ihre Mutter hätte einen Hirnschlag erlitten und sie wäre mit dieser Diagnose völlig überfordert. Ihre Mutter liegt seitdem im Koma und sie wusste nicht, wie sie sich jetzt verhalten solle.
Ich gab ihr daraufhin ein paar Ratschläge, wie immer mit ihr zu reden und sie so zu behandeln wie sonst auch. Sie fragte auch nach meiner Meinung bezüglich des Pflegepersonals. Ich kann natürlich nicht sagen wie das Personal des Krankenhauses arbeitet, aber ich habe ihr erklärt was in Ärzten und Schwestern vorgeht bei solchen Patienten. Wir dürfen uns solche Schicksale nicht sehr zu Herzen nehmen. Wir haben tagtäglich mit solchen und anderen Diagnosen zu tun und da muss man schon eine Schutzmauer um sich aufbauen.
Heute schrieb mich Kristina wieder an. Ihre Mutter hätte über Nacht hoch gefiebert und sie wollte wissen woran es liegen könne. Ich kenne aber leider ihre Akte nicht und kann daher nicht viel dazu sagen, aber im Allgemeinen ist es so, dass der Körper mit Fieber gegen irgendwas vorgeht.
Ich kann einfach aus der Ferne nicht viel zu allem sagen. Ihrer Bitte, darüber mal zu berichten komme ich natürlich gerne nach. Vielleicht hat der eine oder andere auch einen Komapatienten in der Familie und mag von seinen Erlebnissen berichten.
Übrigens hat Kristina diesen Artikel vor Veröffentlichung gelesen und war einverstanden, dass ich ihn so veröffentliche.
am 21. Juli 2010 um 16:03 Uhr.
Fieber kann viele Ursachen haben, eine Infektion, Resoprptionsfieber, beatmungsinduzierte Pneumonie etc.- Bei uns (Kardiochirurgische IPS) würden wir zur Klärung
a) Alle Katheder (ZVK, Arterie, Blsaenkatheder etc.) wechseln
b) Blutkulturen aus den neuen Zugängen entnehmen
c) Die Kathederspitzen in die Mikrobiologie schicken
d) bis zur Klärung eine Breitbandantibiose geben
e) Nach den Befunden und Antibiogrammen evtl die Antibiose anpassen
am 23. Juli 2010 um 02:26 Uhr.
Wäre es nicht irgend wie sinnvoller die Ärzte vor Ort zu solchen Dingen zu befragen?