Freudenmädchen
So, Weihnachten ist so gut wie vorbei und das Körpergewicht um gefühlte 3kg gestiegen. Das Krankenhaus hatte für uns Nachtwachen auch ein Essen spendiert. Zwar nichts besonderes, aber immerhin. Die letzten Dienste verliefen auch soweit ruhig. Ein wenig Unruhe gab es nur bei folgender Geschichte.
Gegen neun Uhr bekamen wir eine 22jährige Frau auf die Station. Keine 10 Minuten später kam ihr “Chef” zu uns und wollte wisse, in welchem Zimmer sie läge. Ich widmete mich dann erst der üblichen Arbeit, als die Bettnachbarin besagter Frau empört auf mich zukam.
Sie fing direkt an auf mich einzureden. Wie wir so dreist sein könnten ihr eine N…. mit aufs Zimmer zu legen. Die Patientin erzählte weiter, dass die beiden sich ungeniert über Ihre Freier unterhalten würden, die sie heute gebucht hätten. Als ich sie fragte was ich dagegen tun könne, meinte sie “Geben Sie mir gefälligst ein andres Zimmer.” Ich erklärte ihr, dass wir im Augenblick kein Frauenbett mehr frei hätten und dass es daher nicht gehen würde.
Nach einer kurzen Diskussion über meine Aussage verschwand sie dann aber wieder in ihrem Zimmer.
am 27. Dezember 2009 um 11:13 Uhr.
Ich kann die Frau irgendwie verstehen….
am 28. Dezember 2009 um 08:48 Uhr.
mal angenommen ich wäre eine frau und sie würd bei mir aufm zimmer liegen.. .mir doch wurscht … sie ist krank und brauch hilfe…
das leute da echt so wenig verständnis aufbringen können… immer wieder unbegreiflich
am 30. Dezember 2009 um 17:25 Uhr.
Na ja alltagimrettung. Wenn ich in ein Krankenhaus eingeliefert werde und mein AG kommt zu Besuch, unterhält sich man sich auch darüber.
Warum soll das bei einer Hure anders sein?
am 1. Januar 2010 um 10:37 Uhr.
So lange sie im Krankenhaus nicht anfängt Überstunden zu “schieben” ist der Beruf eines Patienten doch sekundär.
am 18. Januar 2010 um 04:04 Uhr.
@guggug @maik
Da gibt es Schmerzgrenzen der (unwilligen) Zuhörer die man vielleicht beachten könnte. Ebensowenig wie man möchte das Chefarzt, Assistenzärztin am Krankenbett besucht und über die Ausschabung von Furunkeln redet, möchte man das Bestatter seine Bestattungshelferin besucht und dabei über anstehende EInbalsamierungen diskutiert.
Es gibt Grenzen der Höflichkeit und Grenzen was in die Öffentlichkeit gehört und was nicht.
Das betrifft nicht nur Zuhälter/Huren-Gespräche im Krankenhaus, sondern auch laut am Handy in der ersten Klasse ICE diskutierte Entlassungen oder Abmahnungen.