Abhängig
In der Übergabe wurde ich schon vorgewarnt, dass ein junger Patient nach einem Unfall zu uns gekommen ist, der offensichtlich auch Medikamentenabhängig ist. Dieser Verdacht bestätigte sich sehr schnell für mich.
Bei meinem Rundgang fragte er mich das erste mal, ob er Atosil Tropfen bekommen könne. Auf mein Fragen warum antwortete er, dass er unruhig sei. Da dieses Medikament nicht in seiner Kurve stand, verneinte ich. Ich war noch keine 2 Zimmer weiter, da klingelte er wieder und fragte nach Furosemid. Ich sagte ihm wieder, dass er das auch nicht von mir bekommen würde. Nach weiteren 10 Minuten klingelte er wieder und fragte nach, ob er Diazepam bekommen würde.
Daraufhin rief ich den Arzt an und schilderte ihm alles. Dieser kam dann auch und unterhielt sich eine Weile mit ihm. Ich war dann mit meiner Runde fertig und wollte wieder ins Schwesternzimmer, als mir der Arzt entgegenkam und mir kurz erzählte, dass er ihm jetzt was leichtes zum Schlafen gegeben hätte und der Patient eingewilligt hat einen Entzug in einer Psychiatrie zu machen, den er nun in die Wege leiten würde.
am 25. März 2010 um 15:31 Uhr.
ja genau, und die einwilligung gilt morgen früh auch noch?
am 25. März 2010 um 15:56 Uhr.
Der Arzt hat ihm die Möglichkeit gegeben es selbst zu erkennen. Wenn er heute wieder anderer Meinung ist, wird der Arzt wohl einen anderen Weg einschlagen..
am 25. März 2010 um 16:56 Uhr.
ich denk ja nur, dass der patient sich einsichtig zeigt, damit er etwas “zum einschlafen” bekommt.
am 25. März 2010 um 17:23 Uhr.
Ich denke nicht, dass der Arzt ihm den Deal Tablette gegen Therapie vorgeschlagen hat.
am 25. März 2010 um 18:14 Uhr.
Was wollte denn der Typ mit Lasix? Den Harn für einen Drogentest sauber bekommen?
am 27. März 2010 um 11:19 Uhr.
Was wäre denn, wenn es ein alter Patient gewesen wäre? So Mitte 70? Dann würde die Abhängigkeit die Dealer (in dem Fall das ärztliche Personal) nicht kümmern.
am 27. März 2010 um 16:57 Uhr.
Yeah, ein Furo-Junkie
Albert, du kannst soviel Lasix futtern wie du willst, dadurch werden Drogen im Urin nicht weniger nachweisbar.
am 29. März 2010 um 14:24 Uhr.
@INT: Die WADA sieht das anscheinend anders, da ist Furosemid als Maskierungsmittel verboten.