Deal

Mel am 6. März 2010 um 20:16

Nein, das hier ist kein Werbeblog geworden. Ich schreibe das jetzt nur, weil ich diese Seite gut finde. Es geht hier um Schnäppchen aus der eigenen Stadt. Zumindest für die meisten Grosstädte in Deutschland.

Wer möchte kann Hier klicken. Reinschauen lohnt sich ;)

Tagdienst

Mel am 5. März 2010 um 22:40

Ich hatte jetzt wie angekündigt ein paar mal Tagdienst. Und mir ist mal wieder aufgefallen, wie anders doch das Arbeiten ist. Das Telefon klingelte ohne Pause. Patienten und Besucher liefen über die Flure und Ärzte standen diskutierend vor den Zimmern.

Dann ging hier und da etwas zu Bruch, ein Fahrstuhl fiel kurzfristig aus und neugierige Blicke verfolgten mich, wenn ich mit einem Patienten über den Flur fuhr.

Aber im großen und ganzen muss ich sagen war es eine willkommene Abwechslung. Über eine Diskussion mit einer Angehörigen muss ich aber immer noch etwas schmunzeln. Bei der Patientin lief eine Tutofusin. Da auf dem Beutel kein Aufkleber war, war kein Medikament drin. Der Dialog verlief ungefähr so

Tochter: Was ist in der Infusion für ein Medikament?
Ich: Da ist keins drin. Das ist reine Flüssigkeit.
Tochter: Das es nicht fest ist sehe ich auch. Ich will wissen was das für ein Medikament ist?
Ich: Es ist kein Medikament. Ihre Mutter will nicht ausreichend trinken, deshalb wird der Körper so versorgt.
Tochter: Gut, wenn sie es mir nicht sagen wollen, rufe ich jetzt meine Schwester an. Sie ist Ärztin!

So zückte sie also ihr Telefon, sprach kurz mit ihrer Schwester und legte dann auf. An mich gerichtet meinte sie dann “Also, sie hätten mir sagen können, dass es sich hier wohl nur um Wasser handelt.” Ich antwortete mit dem Satz “Sie wissen ja jetzt Bescheid.”

Manchmal sollte man besser einfach den Mund halten.

Happy End

Mel am 1. März 2010 um 17:00

Heute Nacht war meine letzte von sieben Nächten. Eine Patientin hatte es heute wohl drauf abgesehen mich zu ärgern. Sie ist gut zu Fuß und kann eigentlich fast alles selbst bewältigen.

Diese Nacht klingelte sie das erste mal kurz nachdem ich auf meinem Rundgang in ihrem Zimmer war. Sie wollte was zum Einschlafen haben. Beim nächsten Klingeln keine 2 Minuten später wollte sie ins Bad und fühlte sich zu schwach zum laufen. Wieder im Bett tat ihr der Fuß weh und sie wollte, dass ich ihn massiere. Ich sagte ihr daraufhin, dass ich auch noch andere Patienten hätte und keine Zeit dafür hätte und sowas sowieso der Masseur erledigt. Daraufhin meckerte mich die Bettnachbarin an mit den Worten: ” Ich weiss wie das hier abläuft. Allein schon wie das Essen hier serviert wird.”

Ich fragte sie daraufhin, ob sie tatsächlich aufgrund dieser einen Tatsache voll informiert wäre? Und das für das Essen die Küche zuständig wäre. Daraufhin schwieg sie. (Wie sollte es auch anders sein).

So ging es dann munter weiter. Irgeneinen Grund fand sie immer um zu klingeln. Zum Ende der Schicht, als ich gerade die Tabletten verteilte und gerade in ihrem Zimmer war, meinte sie, dass sie Bauchschmerzen habe, weil es hier so laut wäre gerade. Ich sagte nichts dazu, sondern gab ihr ein Medikament gegen Schmerzen.

Nachdem mein Dienst beendet war und ich eigentlich nur noch aus der Arbeitskleidung raus wollte, klingelte noch eine andere Patientin, die gerne gedreht werden wollte. Ich drehte sie auf die andere Seite und wollte mich gerade verabschieden als sie fragte, ob ich noch eine Nacht da wäre. Ich verneinte worauf sie etwas entäuscht guckte und sagte, dass sie mir noch gern etwas für die gute Behandlung schenken wollte. Sie schaute dann in ihren Nachtschrank und kramte eine Packung I love Milka hervor. Diese überreichte sie mir Freudestrahlend. Ich bedankte mich, wechselte noch kurz einige Worte mit ihr und ging mich dann umziehen.

So hatte der Dienst doch noch ein Happy End. Jetzt habe ich ein paar Tage Ruhe bevor ich Ausnahmsweise mal Tagdienst habe. Ich bin gespannt und werde darüber berichten.

Innere Psychotherapie

Mel am 26. Februar 2010 um 14:50

Heute Nacht kam eine Patientin zu uns, die sich aus Frust betrunken hat. Sie sagte uns dann, dass sie sich hier ausnüchtern wolle und dann eine Innere Psychotherapie wünscht. Innere Psychotherapie? Meine Kollegin und ich guckten uns etwas verwirrt an, versorgten sie aber erstmal weiter.

Sie fuhr dann fort, dass sie auch Beschwerden mit der Prostata hätte. Ich fragte sie daraufhin, warum sie die Therapie wünscht. Daraufhin sagte sie “Na, ab und zu möchte ich mich halt von Kopf bis Fuss durchecken lassen.” Die Ärztin veranlasste dann, da der Ethanolwert auch sehr hoch war, dass sie auf Station konnte.

Hinterher scherzte ich dann mit der Kollegin, was denn eine Innere Psychotherapie sei? Kardiologisches Weinen? Oder eine Darmspülung? Und ob die Beschwerden an der Prostata vielleicht vom Essen zuvieler Kürbiskerne kam? Manchmal muss Sarkasmus im Dienst auch mal sein. :)

Grosszügig?

Mel am 24. Februar 2010 um 14:34

Ein Patient, der schon 3 Monate bei uns liegt, wird heute entlassen. Er war immer ein Vorzeigepatient, daher hat es immer Spass gemacht sich mit ihm zu unterhalten.

Gestern hatte er sich dann von mir verabschiedet und wollte mir für die gute Pflege 100 Euro geben. Ich stutzte etwas und lehnte das Geld ab. 5 Euro wären ja noch ok gewesen, die hätte ich dann in die Kaffeekasse getan. Dieser Betrag war mir dann aber zuviel und ich sagte ihm, dass er das Geld dann doch lieber spenden sollte. Er guckte daraufhin zwar etwas verdutzt, steckte das Geld dann aber wieder ein.

Wieso sind einige Menschen nur so grosskotzig?

Versöhnung

Mel am 19. Februar 2010 um 08:00

Ich habe im Moment noch ein paar freie Tage, dennoch ist mir eine Geschichte eingefallen, die vor längerer Zeit passiert ist. Sie ist zwar sehr hart, hat aber zumindest ein kleines Happy End.

Die Patientin, um die es geht, hatte Krebs im Endstadium. Sie war auch noch nicht sehr alt (45 Jahre). Seit 20 Jahren hatte sie keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter. Als es ihr gesundheitlich immer schlechter ging, bat sie um ein Gespräch mit dem Seelsorger.

Nach diesem Gespräch suchte sie das Gespräch mit ihrer Mutter. Soweit ich weiss sprachen sich die beiden aus. Die Patientin verstarb dann nach ein paar Tagen. Es ist zwar sehr hart, aber ich denke, dass es gut für sie war diesen Schritt mit der Ausprache zu gehen.

Vorbei

Mel am 18. Februar 2010 um 12:06

So, ich war ja gestern im Krankenhaus. Nun habe ich wieder einige Jahre Zeit, bis meine Tita wieder bestimmt werden muss. Zudem kamen die üblichen Fragen wie z.B “Hast du Beschwerden?” und ” Wie vertragen deine Hände alles?” Es war aber alles soweit ok, also durfte ich gehen.

Bei der Gelegenheit war ich auch gleich auf Station und in der Ambulanz. Da Karneval vorbei ist, wird es hier wieder um einiges ruhiger. Keine Menschen mehr die denken die Party geht bei uns weiter und meinen, dass unsere Arbeitskleidung Kostüme sind. Natürlich sind zum Glück auch die vermehrt unangenehmen Situationen vorbei. Der Alltag hat uns also wieder. (Oder wir ihn)

Untersuchungen und Impfungen

Mel am 16. Februar 2010 um 23:30

Wenn man im Gesundheitswesen arbeitet, sind regelmäßig Untersuchungen fällig. In gewissen Abständen bestellt der Betriebsarzt die Mitarbeiter daher zu sich. Untersucht wird dann ob man sich einen Keim oder andere Schädlinge eingefangen hat.

Auf die Impfungen, die erforderlich sind, muss man selbst achten. Daher habe ich heute bei unserem Betriebsarzt angerufen und einen Termin für morgen ausgemacht, um meine Hepatitis Impfung auffrischen zu lassen.

Es ist absolut notwendig, dass man auf solche Dinge achtet. Nicht nur um die Patienten zu schützen, sondern besonders der eigenen Gesundheit wegen.

Valentinstag

Mel am 14. Februar 2010 um 15:12

Heute ist ja Valentinstag. Ich halte davon ja nicht viel, denn ich brauche keinen Tag der vorgegeben wird, um wem meine Zuneigung mit einer kleinen Aufmerksamkeit zu zeigen.

Ein Patient von mir sah das etwas anders. Als ich meinen Rundgang durch alle Zimmer machte, hielt er mir mit einem Grinsen im Gesicht eine Packung I love Milka hin. Dazu meinte er “Für dich. Alles Liebe zum Valentinstag”.

Ich fand den Satz ziemlich fehl am Platz. Das merkte er offenbar auch und schob schnell ein “Ist halt eine kleine Aufmerksamkeit” hinterher. Ich habe das Herz dann angenommen und es ins Stationszimmer gelegt. So haben alle etwas von dieser Aufmerksamkeit.

Twittern

Mel am 10. Februar 2010 um 16:38

Ich bin zwar keine große Freundin von Twitter. Mir wurde aber jetzt schon mehrfach nahe gelegt es mal zu testen und nicht gleich darüber meckern. Soll ichs mal testen?