Burnout

Mel am 8. Februar 2010 um 14:52

Ich habe vorhin erfahren, dass eine Kollegin aufgrund eines Burnouts krank geschrieben ist. Ein Burnout kommt in diesem Beruf häufig vor. Nicht alles was man erlebt kann man sofort verarbeiten.

So einiges an Geschichten kennt ihr ja schon. Nicht immer sterben Menschen eines natürlichen Todes und nicht immer haben sie ihr Leben schon gelebt. Zudem gibt es Zeiten, in denen du nichtmal 5 Minuten dazu kommst dich hinzusetzen. Auf Dauer gesehen setzt man seinen Körper sehr viel Stress aus. Egal ob es jetzt Dinge wie z.B Lagern oder anderes ist.

Ich wünsche ihr jedenfalls, dass sie sich gut erholt. Einen Ausgleich zu finden wäre auch nicht verkehrt. Mir hilft es ja immer, wenn ich das Lächeln mir wichtiger Menschen sehe und natürlich das Schreiben. :)

Ich habe im Internet diesen Test gefunden. Mir ist zwar bewusst, dass er nicht wirklich Aussagekräftig sein kann, dennoch ist er bestimmt praktisch, um erste Erscheinungen eines Burnouts zu erkennen.

Kann ich Ihnen helfen?

Mel am 4. Februar 2010 um 08:00

Gestern dachte ich, dass ich mir mal wieder etwas Gutes tue und eine kaputte Uhr durch eine neue ersetze. Nachdem ich ein Limit *grins* auferlegt bekam, machte ich mich, da es so ein schöner Tag war, mit dem Rad auf den Weg.

Beim Geschäft meines Vertrauens hielt ich an. Ich finde hier eigentlich immer etwas schönes und so kettete ich Optimistisch mein Rad an den dafür vorgesehenen Ständer.. Ich ging rein und wurde nach kurzer Zeit auch fündig.

Nachdem die Uhr meinem Handgelenk angepasst wurde, bezahlte ich und ging. Draussen angekommen sah ich, wie ein Mann meine Fahrradkette bewundernd in der Hand hielt. Ich fragte ihn, ob ich ihm helfen könne und hielt den dazu passenden Schlüssel hoch. Nachdem er seine Gesichtsfarbe (bestimmt wegen Fassungslosigkeit über die wunderschön gearbeitete Massivkette verloren) wiederbekam, antwortete er “Nein, ich wollte nur gucken” und verschwand blitzschnell.

Ich scheine wohl ein gutes Händchen für Schmuck zu haben. Egal ob für mich, oder für mein Fahrrad. :)

Lügen und andere Dinge

Mel am 2. Februar 2010 um 13:12

Ich habe ja vor einiger Zeit über die verschiedenen Typen von Patienten geschrieben. Ich habe den “Lügner” ganz vergessen.

Diese Patientin lag eine ganze Weile bei uns. Sie stellte sich die Infusionen schneller, stöpselte sie sogar selbst ab und wollte das alles dann immer einer Kollegin in die Schuhe schieben. Wir redeten ihr natürlich ins Gewissen und dokumentierten ihr Verhalten auch. Da sie Drogenabhängig war und beteuerte, dass sie damit aufhören wolle, bekam sie von uns Polamidon. Nach ein paar Tagen fand eine Kollegin durch Zufall bei ihr aber ein Spritzenbesteck. Sie sprach die Patientin drauf an. Diese stritt aber natürlich alles ab. Die Kollegin informierte daraufhin den Arzt und machte wieder einen Vermerk in der Akte.

Jetzte erwischte ich sie wieder dabei wie sie sich offenbar einen Schuss setzen wollte. Ich fand sie mitsamt Besteck auf der Toilette. Nun reichte es mir. Ich leitete es an den Arzt weiter. Dieser versprach sich darum zu kümmern. Am nächsten Tag war sie dann nicht mehr da. Vielleicht erkennt sie ja durch diesen Rausschmiss, dass ein Entzug der richtige Weg ist und sucht sich Hilfe.

Polizei überfährt Hund

Mel am 1. Februar 2010 um 14:08

Ihr habt es sicher alle schon durch die Medien erfahren. An Silvester hat die Polizei mit voller Absicht einen Hund überfahren. Die Begründung hierfür lautet: Wir konnten Ihn nicht von der Fahrbahn holen und einen anderen Weg sahen wir nicht.

Also ich hätte da schon einen Weg. Man hätte ihn ja auch einfach betäuben können nachdem man die bestimmt nicht stark befahrene Autobahn gesperrt hätte und ihn dann seiner Besitzerin übergeben können. Und als wäre die Tatsache nicht genug, will die Polizei nun auch den Schaden an ihrem Fahrzeug von der Besitzerin ersetzt haben. Leider Gottes sind die Polizisten noch im Recht. Denn vor dem Gesetz ist ein Hund immer noch eine Sache und kein Lebewesen.

Ich muss glaube ich nicht mehr sagen, was ich von dieser Aktion halte… Ein Artikel dazu kann hier nachgelesen werden.

Kurzurlaub

Mel am 30. Januar 2010 um 20:08

Ja, auch eine Kittelbiene braucht mal Urlaub. Letztes Jahr waren wir in Ägypten und dieses Jahr, so habe ich es mir überlegt, wäre ein verlängertes Wochenende in einem anderen Land ausreichend.

Allerdings wird man im Internet und in Reisebüros von Angeboten ja nur so erschlagen. Daher ein Aufruf: Wer kann mir einen Kurztrip (den er schonmal gemacht hat) empfehlen? Bin für alles (außer Skiurlaub) offen. :)

Voruwrfsvoll

Mel am 28. Januar 2010 um 17:48

Ich habe heute in diesem Blog einen Beschwerdeeintrag über das Verhalten von Ärzten und Schwestern gelesen. Ich möchte dazu mal Stellung beziehen.

Es gibt für alles 2 Seiten. Sicher ist es nicht richtig Patienten auszulachen und es ist auch nicht richtig, böse zu werden, wenn ein Arzt irrtümlicherweise für einen Pfleger gehalten wird. Es gibt zwar Namensschilder mit Berufsbezeichnung, aber die liest nicht jeder sofort. Ich verstehe auch, dass Patienten sich im Krankenhaus fremd fühlen. Ein anderer Geruch oder Hektik gehören hier zum Alltag.

Ich reagiere auch sofort, wenn Patienten starke Schmerzen haben oder andere Leiden. Allerdings ist ein Krankenhaus wirklich kein Hotel. Es ist grundsätzlich vertraglich festgelegt, dass das Gelände nicht aus heiterem Himmel verlassen werden darf. Es ist auch ratsam, sich an die Anweisungen des Personals zu halten denn es ist auch interessiert daran, dass die Menschen schnell wieder gesund werden.

Was auch nicht geht, ist zu klingeln, wenn z.B ein Taschentuch runtergefallen ist und auf dem Nachtschrank noch genug andere liegen.

Ich habe teilweise Patienten, die im Sterben liegen und soweit wie möglich versuchen alles selbst zu machen. Zumindest soweit dies möglich ist. Und wenn ich dann sehe, wie einige Patienten mit Magen-Darm-Problemen sogar zu schwach sind, sich einmal auf die Seite zu drehen, kann ich echt nur mit dem Kopf schütteln.

Der letzte Wille

Mel am 26. Januar 2010 um 14:12

Die Nacht begann recht hektisch. Sehr viele Pflegebedürftige Patienten und die Klingel ging auch recht häufig. Gegen Mitternacht wurde es dann aber wieder etwas ruhiger. Ich machte wie immer um diese Zeit einen Kontrollgang.

Ein Patient machte mir dabei etwas Sorge. Sein Zustand verschlechterte sich leicht. Er bekam schwer Luft und klagte über Schmerzen. Ich schloss ihm Sauerstoff an und gab ihm etwas gegen die Schmerzen. Nach einer halben Stunde, nachdem der Arzt einmal nach ihm gesehen hatte, sah ich wieder nach ihm. Sein Zustand verschlimmerte sich weiter. Ich fragte ihn, ob ich seine Frau bitten solle herzukommen. Er verneinte mit der Begründung, dass es bald wieder besser werden würde.

Der Fall trat aber nicht ein. Es wurde eher schlimmer. Ich fragte nochmal, ob er seine Frau nicht doch hier haben wolle. Er verneinte wieder. Als ich das nächste mal nach ihm schaute, war er verstorben…

Kirche 2.0

Mel am 24. Januar 2010 um 01:58

Ich habe gerade etwas das www durchstöbert. Da ist mir auf der Seite des Spiegels folgender Artikel aufgefallen.

Es geht hier darum, dass sich der Papst dafür ausspricht, die Kirche auch übers Internet zu verbreiten. Er fordert alle Priester dazu auf, sich mit dem Internet vertraut zu machen und in Blogs oder Onlinevideos (zu sehen auf youtube) über den christlichen Glauben zu schreiben.

Er schreibt auch, dass die Nutzung des Internets Teil des Studiums zum Priester sein sollte.

Ich bin zwar Katholikin, aber habe mit der Kirche nicht viel am Hut. Aber vielleicht findet ja jemand von euch an diesen “Zukunftsplänen” gefallen.

Hawthorne

Mel am 22. Januar 2010 um 13:26

Die Serie Hawthorne läuft ja jetzt neu auf Pro 7. Ich habe sie mir gerade im Internet etwas angeguckt. Ich muss sagen, dass es eine Serie voller Klischees ist.

Eine Schwester, die im Alleingang Patienten aufnimmt und die ersten notwendigen Maßnahmen anordnet, gibt es nicht. In Wahrheit dürfen wir nichts ohne Ärztliche Anordnung machen. Es kommt auch nicht vor, dass eine Schwester einem Kollegen eine knallt, um ihn aus dem Würgegriff eines Patienten zu befreien. Kurz gesagt hat diese Serie kaum etwas mit der Realität gemein. Was wohl Florence Nightingale dazu sagen würde!?

Wenn ihr die Serie schon gesehen habt würde mich eure Meinung interessieren.

Unwort des Jahres 2009

Mel am 19. Januar 2010 um 11:24

Es steht fest und lautet: Betriebsratsverseucht (despektierliche Umschreibung der Wahrnehmung von Arbeitnehmerinteressen)

Damit ist denke ich alles gesagt.